Chinesische Ernährungstherapie
Ernährung nach den Fünf Elementen


Neben der Akupunktur gehört das Wissen über die Wirkung der einzelnen Nahrungsmittel und deren gezielte therapeutische Anwendung zu den grundlegenden Bestandteilen der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Der Zusammenhang zwischen Nahrung und Gesundheitszustand wird offensichtlich, wenn man sich klarmacht, dass in unseren Nahrungsmitteln lebenswichtige Stoffe enthalten sind, die das Material für den Aufbau unseres Körpers und die Energie
für das reibungslose Ablaufen seiner komplexen Funktionen liefern. Es entstehen Mangelerscheinungen und Krankheit wenn wir über einen längeren Zeitraum qualitativ minderwertige Nahrung zuführen. Ebensogut kann sich auch ein Zuviel an bestimmten Substanzen negativ auf unseren Körper auswirken, z. B. ein Übermaß an Salz kann für einen erhöhten Blutdruck mitverantwortlich sein.

Die traditionelle Unterteilung der Nahrung erfolgt nach folgenden Gesichtspunkten:

1. Yin und Yang: Das Nahrungsmittel besitzt abkühlende, erfrischende oder beruhigende Wirkung (Yin) oder es wirkt erwärmend bzw. anregend (Yang).
2. Geschmack: Eine Mahlzeit kann süß, salzig, scharf, bitter oder sauer schmecken.
3. Meridianwirkung: Bestimmte Nahrungsmittel wirken z.B. speziell auf den Lungen- und Herzmeridian (Zimt), andere beeinflussen z.B. den Milz- und Magenmeridian (Rindfleisch).
4. Richtung: Zu entscheiden ist, ob das Qi (Lebensenergie) durch das betreffende (Nahrungs-)Mittel nach oben, nach unten, außen oder innen befördert werden soll; z. B. ist es bei Durchfall so, dass die Energie zu stark nach unten absinkt. Also muss das Qi nach oben gebracht werden, um diesen Vorgang zu bremsen. Umgekehrt verhält es sich bei Übelkeit mit Erbrechen. Hier liegen unnormale aufsteigende Bewegungen vor, die durch Kräuter/Nahrungsmittel mit absteigender Energie wieder normalisiert werden. Ebenfalls werden alle Nahrungsmittel gemäß ihrem energetischen Temperaturverhalten in warmer oder heißer Energie (Yang-Nahrung) und kühler oder kalter Energie (Yin-Nahrung) unterteilt.

Gesundheit bedeutet in der chinesischen Medizin die Harmonie der beiden Energien Yin und Yang in unserem Körper. Also muss auch die Ernährung ausgeglichen zwischen diesen beiden Polaritäten stehen.

In der chinesischen Ernährungstherapie verwendet man die fünf Geschmacksrichtungen um gezielt medizinisch wirksame Rezepte und Gericht zusammenzustellen.